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Fragen

Darf ich in Bremen tatsächlich die Asche meines Verstorbenen auf meinem privaten Grundstück ausstreuen?

Ja - unter einigen Bedingungen.

Was ist genau möglich mit dem neuen Bestattungsgesetz im Land Bremen?

 

Die Asche eines Verstorbenen darf hier in Privathand gegeben werden zur Ausbringung auf privatem Grund oder den Streuwiesen der Bremer Friedhöfe Osterholz oder Blumenthal.

 

Allerdings muss der Verstorbene vorher! mehrere Verfügungen und Belege ausgestellt bzw. unterzeichnet haben:

 

● Letzter Wohnsitz vor dem Tode muss Bremen sein

 

● Zu Lebzeiten muss eine Bestattungsverfügung persönlich  

   ausgefüllt und  eigenhändig unterschrieben worden sein (ggf. die  

   Unterschrift durch den Umweltbetrieb Bremen bestätigen lassen)

● ein Totenfürsorgeberechtigter muss benannt sein

 

Weitere Schritte nach dem Ableben:

 

Der Totenfürsorgeberechtigte stellt einen

 

Antrag auf Genehmigung zur Ascheausbringung

 

Diesem Antrag müssen beigefügt werden:

 

- die Bestattungsverfügung

 

- Nachweis zum letzten Wohnsitz des Verstorbenen (Sterbeurkunde,  

  Steuerbescheid oder Auszug aus dem Melderegister)

 

- Kopie des Personalausweises des Totenfürsorgeberechtigen

 

- Eidesstattliche Versicherung zum Grundstück oder  

  Zustimmungserklärung des Eigentümers, Nachweis über das

  Eigentum durch Grundbuchauszug.

 

Genehmigung:

 

Bei positivem Bescheid vereinbart der Totenfürsorgeberechtigte mit der Bestatterin einen Termin zur Übergabe der Urne mit dem zuständigen Krematorium.

 

Ausbringen der Asche:

 

Die Asche muss unverzüglich auf dem vorgesehenen Grundstück ausgebracht werden. Spätestens 14 Tage danach muss dem Umweltbetrieb Bremen eine eidesstattliche Erklärung über die ordnungsgemäße Ausbringung vorgelegt werden.

 

 

Darf ich außerhalb Bremens die Urne mit nach Hause nehmen und die Asche in Deutschland ausstreuen?

Nein.

Anders als in anderen europäischen Ländern gibt es in Deutschland eine Bestattungspflicht. Das heißt, die Angehörigen sind verpflichtet zu bestatten, sei es in einer Erdbestattung oder in einer Feuerbestattung mit anschließender Urnenbeisetzung. Die Beisetzung einer Urne ist möglich auf Friedhöfen, in sogenannte Naturbestattungen, auf einem privaten Friedhof oder als Seebestattung. In Deutschland gibt es nur wenige Friedhöfe mit Streuwiesen: Rostock, Stralsund und Münster sind drei davon.

 

Darf ich von meinem Verstorbenen ein Erinnerungsstück haben?

Ja.

Natürlich ist dies als Zeichen der persönlichen Erinnerung möglich. Sie können eine Haarlocke abschneiden und aufbewahren. Ebenso können Sie einen Fingerabdruck nehmen und diesen in Silber oder Gold als Anhänger fassen lassen. Sie können eine Totenmaske anfertigen lassen oder einen Handabdruck in Gips herstellen.

 

Statt eine Schmuckurne oder einen Sarg zu kaufen, darf ich diese auch selber herstellen?

Ja.

Sie dürfen ein Gefäß, in dem die Aschekapsel beigesetzt werden soll, selber herstellen. Sie dürften auch einen Sarg selbstständig zimmern. Fragen Sie nach den Maßen und Materialien. Ebenso dürfen Sie den Sarg ausschmücken mit Rosenblättern, eigenem Bettzeug oder der Lieblingsdecke.

 

Was kostet eine Beerdigung?

Nach Schätzungen der Verbraucherschutzorganisation Aeternitas kostet eine Bestattung in Deutschland zwischen 4.500 und 5.000 Euro.

Diese Kosten setzen sich aus unterschiedlichen Faktoren zusammen:

 

Gebühren im Zusammenhang mit den Friedhöfen

  • Grabstelle
  • Öffnen und Schließen der Gruft
  • Träger
  • Friedhofsgebühren
  • Einäscherung
  • Friedhofskapelle

Gebühren des Bestattungsinstitutes

  • Beratung und Begleitung
  • Sarg oder Urne
  • hygienische Versorgung
  • Einbetten und Aufbahrung
  • Trauerfeier
  • Erledigung der Formalitäten
  • Überführungen

Gebühren von Behörden

  • Sterbeurkunden
  • evtl. Nachforschungen

Weitere Kosten

  • Trauerkarten
  • Zeitungsannonce
  • Blumenschmuck
  • Musik
  • Trauerrede
  • Grabstein
  • Kaffeetafel

 

Darf man den verstorbenen Menschen zu Hause aufbahren und wie lange ist das möglich?

Ja.

Man darf, je nach Bestattungsgesetz des jeweiligen Bundeslandes, die Verstorbenen zu Hause aufbahren. In Niedersachsen beträgt dieser Zeitraum 36-72 Stunden. Sollten Sie dazu Fragen haben, sprechen Sie uns darauf an.

 

Darf ich auch als konfessionsloser auf dem Kirchfriedhof beerdigt werden?

Ja.

Jeder Mensch darf auf dem Friedhof seiner Wohngemeinde beerdigt werden, unabhängig von der Religionszugehörigkeit.

Nun geh‘
die Straße weiter
mit Linden grün gesäumt,
da kommst du zu der Stelle,
von der ich oft geträumt.
(Waltraut Kahrs)


Silke Ahrens
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