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Trauer braucht Ausdruck und Gemeinschaft

 

Post mortem, das Foto nach dem Tod, mehr als ein letzter Blick

Unsere Mitarbeiterin Karin Tewes hat sich in unserem Betrieb diesem Thema verschrieben. Sie hat dazu folgende Gedanken formuliert:

 

Ein geliebter Mensch verlässt uns für immer.

Manche nehmen noch einmal persönlich Abschied, mit einem letzten Blick.

Manche möchten einfach nur die Erinnerung an den geliebten Menschen behalten.

Man wird überrannt von den vielen Entscheidungen, die in so kurzer Zeit zu treffen sind, da ist es nur natürlich, dass irgendwann Zweifel aufkommen, ob man sich richtig entschieden hat. Z.B. das Abschiednehmen von dem lieben Angehörigen. Die Frage – hätte es noch etwas Anderes gegeben, als den letzten Blick? Oder – vielleicht hätte ich mich doch nochmal verabschieden sollen, nun ist es zu spät!

Ja, es gibt noch andere Möglichkeiten.

Eine Möglichkeit ist, Fotoaufnahmen der/des Verstorbenen zu machen. Diese Art der Fotografie ist ein alter Brauch, der in Vergessenheit geraten ist und jetzt wieder mehr Nachfrage erfährt. In schwarz-weiß gehalten, oft nur Detailaufnahmen, wie z.B. die Hände, ein Teil des Gesichtes, ohne Blitz aufgenommen, nur das vorhandene Licht im Raum nutzend, wo die/der Verstorbene aufgebahrt ist, sind es in der Tat würdevolle und ästhetische Erinnerungen. Selbst wenn sie nicht gleich angeschaut werden, weil der Schmerz noch zu groß ist, sind die Bilder greifbar und man weiß, dass sie jederzeit hervorgeholt werden können.

Jeder Mensch hat seine Geschichte, die ihn geprägt hat und jede/jeder Verstorbene spiegelt diese Geschichte wieder und wenn diese auf einem Foto, wenn auch nur im Detail, eingefangen werden kann, ist es eine letzte greifbare Erinnerung, die unseren Trauerweg tröstlich begleiten kann.

Um eventuelle Bedenken und Ängste zu mindern: die/der Verstorbene wird so belassen, wie sie/er aufgebahrt ist. Keine weiteren Berührungen, kein Zurechtrücken, einzig das Einfangen der gegenwärtigen Atmosphäre geschieht, um Ihnen eine bleibende Erinnerung mitzugeben.

Silke Ahrens
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