Alles Wachsen ist ein Sterben,
jedes Werden ein Vergehen.
Alles Lassen ein Erleben,
jeder Tod ein Auferstehen.
(R. Tagore)
„Der Tod ist ein Übergang, der unsere Zeit und Aufmerksamkeit braucht.“
Seit jeher haben Menschen Rituale entwickelt, die helfen mit dem Tod und dem Sterben zu leben. Noch im letzten Jahrhundert gehörte für Menschen, die damit aufwuchsen, der Tod selbstverständlich zum Leben dazu, und der Umgang mit ihm war in klaren Abläufen strukturiert.
Heute befindet sich die Bestattungs- und Trauerkultur in einem Veränderungsprozess. Der Tod ist nicht mehr selbstverständlicher Teil des Lebens. Auch eine Abschiedskultur, wie sie lange Zeit selbstverständlich war, gibt es nicht mehr.
Wir sehen im Tod einen Übergang, der Zeit und Aufmerksamkeit braucht.
Neben Hausaufbahrung, Totenwache und Aussegnung unterstützen wir auch die Überführung zurück an den Lebensort, nach Hause, falls die oder der Verstorbene in einem Krankenhaus oder Heim gestorben ist und dies gewünscht wird.
Beim Umgang mit einer/einem Verstorbenen in den ersten Tagen nach dem Tod gehen wir davon aus, dass er oder sie noch präsent ist, und die Umgebung Einfluss auf den Abschied hat. So wie wir Zeit für den Abschied brauchen, tut dies auch dem Verstorbenen gut.